Amazon: Neues Werbekostenerstattungsmodell

Mit großen Marketing-Floskeln preist Amazon sein neues Werbekostenerstattungsmodell in einer E-Mail an die Publisher an. So wird geschrieben:

Eines der wesentlichen Ziele dieses neuen Werbekostenerstattungsmodells ist es, unseren Partnern die Maximierung ihrer Vergütungen zu ermöglichen.

Aber ist dem wirklich so? Schon jetzt beschweren sich die ersten Webmaster. Unter anderem soll folgendes ab den 1. Mai gelten:

  • Erhöhung der Werbekostenerstattung für physische Produkte auf 9% / MP3- Downloads werden mit 10% vergütet. Allerdings müssen nun mehr Produkte vermittelt werden, um an diese Stufe zu kommen. Für 9 % sind das über 30.000 Verkäufe im Monat. Damit verdienen wohl nur die großen Affiliates mehr, alle anderen fahren mit dem neuen Werbekostenerstattungsmodell schlechter.
  • Wegfall der Bonus-Struktur. Boni wie beispielsweise den Deeplinkbonus wird es nicht mehr geben. Egal welches Werbemittel man auswählt, Amazon zahlt die gleiche Werbekostenerstattung.
  • Vereinheitlichte Maximalprovision im gestaffelten Modell. Für alle Produkte (ausgenommen Bücher, DVD, Musik und MP3-Downloads) wird die maximale Vergütung auf 10 Euro gedeckelt. Bisher war dies nur bei Elektroartikel der Fall. Zwar gilt diese Decklung nur pro Artikel, dennoch kann dem ein oder anderen Geld durch die Lappen gehen.
  • Neue Richtlinien und Werbekostenerstattungen für ‚Suchmaschinenmarketing‘- und ‚Downloadable Application- / Browser Extension‘-Partner. Wer bisher seine Sales beispielsweise über Google Adwords generiert hat wird „ein eigenes Werbekostenerstattungsmodell erhalten, welches ihre individuelle Verkaufstätigkeit stärker berücksichtigt.“

Tja, oben genanntes Ziel dürfte somit für die meisten Affiliates nicht zutreffen.

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