Web 2.0 – Geld verdienen mit Communitys

 Web 2.0 - Geld verdienen mit Communitys BuchDurch einen Zufall, genauer gesagt durch ein Gewinnspiel, bin ich an das Buch Web 2.0 – Geld verdienen mit Communitys von Thomas H. Kaspar gelangt. Wie der Titel schon erahnen lässt, möchte der Autor mit diesem Buch verständlich aufzeigen, wie man mit der eigenen Community Geld verdienen kann. Dabei greift Thomas H. Kaspar auf seinen eigenen Erfahrungsschatz zurück, an den er unter anderem „als erster Community-Manager im Rang eines Chefredakteurs bei CHIP Online (www.chip.de)“ gelangt ist.

Das Buch Web 2.0 – Geld verdienen mit Communitys umfasst 126 Seiten und reiht sich damit nicht unter die dicken Schmöcker der Internet-Bücher ein. Macht aber auch gar nichts und ist so auch gedacht, da man so kurz und knapp eine Einführung in das Web 2.0 samt seine Eigenheiten und den Verdienstmöglichkeiten erhält.

Das Problem an Büchern über das Web ist immer, dass man sich viele Informationen schon selbst im Internet zusammensuchen kann. So kommt einem Leser auch im Buch „Web 2.0 – Geld verdienen mit Communitys“ vieles schon bekannt vor. Durch einen systematischen Aufbau bietet Thomas H. Kaspar aber dennoch einiges neues.

Das Buch fängt von einer allgemeinen Definition von Communities an, geht über die Kernidee einer Community, behandelt die Nutzergruppen, widmet sich den technischen Modulen, zählt die fünf Phasen der Community-Entwicklung auf, erklärt die Konzept Umsetzung und schließt mit dem Thema: Community-Auswertung verstehen. Ansich also eine runde Sache, die das Vorhaben Community von Anfang an erklärt.

Die einzelnen Kapitel sich wirklich gut aufgebaut. Neben Definitionen finden man auch oft Merkkästen, die Empfehlungen und wirklich hilfreiche Tipps dem Leser vermitteln. Aus diesen Merkkästchen kann man oft noch viel mehr herausholen, wenn man sich über das Geschriebene selbst noch ein paar Gedanken macht. Man kann diese Tipps also als eine Art Inspirationsquelle sehen. Auch gut sind die vielen Beispiele, die das Geschriebene noch einmal verdeutlichen. Da Thomas H. Kaspar Community-Manager bei CHIP Online ist, verweist er in den Beispielen selbstverständlich oft auch auf CHIP Online, allerdings werden durchaus auch andere Seiten in den Beispielen genannt. Etwas kritisch kann man die Beispiele nur unter dem Gesichtspunkt der ständigen Weiterentwicklung des Webs sehen. So könnte es viele Websites, die als Beispiel genannt werden in naher Zukunft so überhaupt nicht mehr geben oder gar nicht mehr existieren. Das ist allerdings ein allgemeines Problem bei Büchern die sich mit dem Web beschäftigen, sollte also auch bei „Web 2.0 – Geld verdienen mit Communitys“ nicht zum Vorwurf gemacht werden.
Zum Abschluss jeden Kapitels gibt es noch ein Kästchen mit dem Thema: Auf den Punkt gebracht. Hier fasst der Autor noch einmal alle wichtigen Stichpunkte des Kapitels zusammen. Solch eine Zusammenfassung fand ich persönlich sehr hilfreich, da ich doch des öfteren bei einem bestimmten Punkt eines Kapitels innerlich abgeschweift bin, da ich mir hierzu eigene Gedanken gemacht habe. Dadurch sind andere behandelte Themen des Kapitels natürlich erst einmal in den Hintergrund gerückt, durch die Zusammenfassung am Ende aber dann doch nicht verloren gegangen. Für mich persönlich also perfekt. Alle anderen, die so eine Zusammenfassung nicht benötigen, die können den Kasten einfach überspringen, durch eine farbliche Hervorhebung ist das auch kein Problem.

Zeigt mir nun Thomas H. Kaspar genau auf, wie ich mit meiner Community reich werden?
Die Antwort ist ganz klar Nein und das finde ich auch gut so. Schon auf der Rückseite des Buches schreibt Kaspar: „Kurz und verständlich vermittelt Ihnen dieses Buch alles, um strategische Entscheidungen für Ihre Online-Aktivitäten treffen zu können„. Auch wenn der Titel des Buches vielleicht mehr vermittelt, Thomas H. Kaspar verspricht nicht, dass man nach dem Lesen des Buchs und dem Umsetzen von ein paar Tipps nun auf einmal reich mit seiner eigenen Community wird. Solch ein Versprechen wäre auch utopisch und überhaupt nicht umsetzbar!

Thomas H. Kaspar vermittelt viel mehr das Wissen über die Community, was dahinter steckt und wie sie sich verhält. Was man mit diesem Wissen macht, bleibt jedem selbst überlassen, wer das Buch aber wirklich intensiv durcharbeitet, dem stehen plötzlich viel mehr Wege für das Geld verdienen mit der Community offen.

Das Problem beim Geld verdienen bei Communities sind nicht die klickfaulen Mitglieder, sondern das eingeschränkte Denken der Betreiber. Wer seine Käufer nicht kennt, der kann ihnen auch nichts verkaufen. In einer aktiven Community treffen verschiedene Usergruppen aufeinander, sodass alleine das Auswählen der richtigen Werbeform sich schon sehr schwierig gestaltet. Was dem Besucher von Google nicht stört, kann beim Stammuser eine tiefe Verärgerung auslösen.
Um solche essentiellen Begebenheiten einer Community handelt das Buch „Web 2.0 – Geld verdienen mit Communitys“ von Thomas H. Kaspar und ist damit für alle Interessant, die selbst planen eine Community aufzubauen oder aber schon eine Community haben und diese besser verstehen möchten. Alle anderen, die sich vom Buch Reichtum a la „Wie verdiene ich 100 Euro am Tag mit möglichst wenig Aufwand“ versprechen, die sollten vom Buch Abstand nehmen um keine Enttäuschung zu erleben und eventuell noch einmal ihre Ansichten über das Geld verdienen im Internet überdenken.

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